Spannender Auftakt ins Clubjahr 2026: Ärzte ohne Grenzen zu Gast beim Club Carinthia

Spannender Auftakt ins Clubjahr 2026: Ärzte ohne Grenzen zu Gast beim Club Carinthia

Mit einem eindrucksvollen Vortrag eröffnete der Club Carinthia das erste Halbjahr 2026. Als Gäste durften zwei hochkarätige Vertreterinnen von Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF) aus Wien begrüßt werden: die Infektiologin Dr. Diyani Dewasurendra, Chronic Care and Infectious Disease Implementer, sowie Claudia Ackerl-Lehner, Head of Philanthropy Unit (Fundraising).

Frau Mag.a Ackerl-Lehner gab einen fundierten Überblick über die weltweite Präsenz von MSF und verdeutlichte anhand eindrucksvoller Statistiken die Dimension der Organisation, die mit rund 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den größten humanitären NGOs weltweit zählt.

Im Anschluss berichtete Dr. Dewasurendra von ihren vielfältigen Einsätzen in Krisen- und Konfliktregionen, darunter der Libanon, Malawi, Gaza, Indien und Äthiopien. Ihre Schilderungen waren bewegend, teils beklemmend, zugleich aber von großer fachlicher und menschlicher Tiefe. Sie machte deutlich, welchen enormen Herausforderungen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MSF stellen müssen – von komplexen logistischen Anforderungen über extreme Arbeitsbedingungen bis hin zu hohen physischen und psychischen Belastungen, an denen auch manche Freiwillige scheitern.

Besonders schwierig gestaltet sich die humanitäre Arbeit in politischen Konfliktzonen wie Gaza oder Äthiopien. Aufenthalte in Österreich dienen daher nicht nur der Erholung, sondern sind ein wesentlicher Bestandteil der körperlichen und psychischen Rehabilitation, bevor ein weiterer Einsatz möglich ist.

Der Vortrag hinterließ beim Publikum einen tiefen Eindruck. Transparenz ist bei Ärzte ohne Grenzen ein zentrales Prinzip – letztlich aber ist es die einzigartige, sinnstiftende Erfahrung dieser wertvollen humanitären Arbeit, die für viele Beteiligte im Mittelpunkt steht.